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Produktberatung Tipps & Tricks : Temperaturangaben bei Schlafsäcken

EU-weite Schlafsacknorm zur Angabe von Temperaturbereichen. Die DIN-Norm DIN EN 13537 sorgt ab dem 1.01.2005 für eine einheitliche Regelung unter den Schlafsackherstellern Europas. Gemäß EN 13537 werden drei Temperaturangaben unter normalen Einsatzbedingungen wie folgt unterschieden:

Komfort (Comfort):

Hier soll ein vollständig in den Schlafsack eingepackter Schläfer in entspannter Körperhaltung gerade nicht frieren. Der Wert bezieht sich auf eine "Standard-Frau" mit einem Körpergewicht von 60 kg und einer Körpergröße von 1,60 m.

 

Limit (Tolerance):

Hier soll ein vollständig in den Schlafsack eingepackter Schläfer in zusammengerollter Haltung gerade noch nicht frieren. Diese Haltung wird eingenommen um die wärmeabstrahlende Körperoberfläche zu minimieren. Der Wert bezieht sich auf einen "Standard-Mann" mit einem Körpergewicht von 70 kg und einer Körpergröße von 1,73 m.

Extrem (Extreme):

Bei dieser Temperatur bietet der Schlafsack noch Schutz vor dem Erfrieren, es besteht aber das Risiko einer Unterkühlung (Hypothermie). Es wird davon ausgegangen, daß die Standard-Frau in zusammengerollter Körperhaltung der Kältebelastung für 6 Stunden standhält. Der Wert bezieht sich auf eine "Standard-Frau" mit einem Körpergewicht von 60 kg und einer Körpergröße von 1,60 m.

Warum werden die Temperaturbereiche einmal in Bezug auf den Standard-Mann und zweimal in Bezug auf die Standard-Frau bestimmt?

Die Komforttemperatur setzt voraus, daß alle Schlafsackbenutzer in komfortablem Klima eine Nacht verbringen können. Die Berechnung erfolgt anhand der Standard-Frau. Diese wiegt 60 kg und ist 1,60 m groß. Aufgrund des Stoffwechsels erzeugt jeder Mensch Wärme. Der Schlafsack hat die Aufgabe eben diese Wärme zu speichern. Und es ist einleuchtend, dass eine schwerere Person mehr Wärme erzeugt als die Standard-Frau. Damit kann der Schlafsack auch mehr Wärme speichern. Aus diesem Grunde ist davon auszugehen, dass die meisten Schlafsackbenutzer, da sie im Allgemeinen schwerer sind als die Standard-Frau, eine komfortable Nacht erleben. Bei der Grenztemperatur friert ein Standard-Mann in zusammengerollter Körperhaltung gerade nicht. Das heißt diese Temperaturangabe ist als untere Grenze anzusehen. Eine Frau wird schon bei einer höheren Temperatur anfangen zu frieren. Unterhalb dieser Temperaturgrenze beginnen jedoch die meisten Benutzer zu frieren. Mit der Extremtemperatur wurde eine Warngrenze eingeführt. Auch hier wird Bezug zur Standard-Frau genommen. Diese wurde gewählt um sicher zu gehen, dass auch eine relativ kleine Person noch Schutz vor dem Erfrieren findet. Alle schwereren Personen könnten bei noch geringeren Temperaturen überleben. Hier ist von Experimenten allerdings dringend abzuraten, da weitere Einflussfaktoren, wie sie im Folgenden beschrieben werden, zu berücksichtigen sind.

(Textquelle: www.sportolino.de)

 

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